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Halbzeit 2026: Zwischenfazit aus einem anspruchsvollen Marktumfeld

Das erste Halbjahr 2026 war geprägt von hohen Zinsen, verhaltener Transaktionsdynamik und anspruchsvolleren Finanzierungen. Viele Entscheidungen wurden komplexer, gleichzeitig entstanden neue Spielräume für aktives Asset Management und gezielte Transaktionen.


Zum Jahresauftakt konnte ein Objekt in Nordrhein-Westfalen erfolgreich verkauft werden. Ende Juni folgte die Veräußerung eines weiteren Mehrfamilienhauses aus dem Bestand eines englischen Mandanten. Zusätzlich wurden in Berlin-Pankow mehrere Wohnungen beurkundet.

Bestand sichern und Risiken früh adressieren

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Stabilisierung des Bestands. In Berlin-Buch und Potsdam-Babelsberg wurden Mietverträge vorzeitig verlängert und Finanzierungen neu strukturiert. Im Mittelpunkt stand dabei bewusst nicht die kurzfristige Maximierung, sondern eine belastbare langfristige Entwicklung der Immobilien.

Diese Herangehensweise prägt das aktuelle Asset Management: Risiken frühzeitig erkennen, vorhandene Spielräume nutzen und gemeinsam mit Mietern, Banken und Partnern tragfähige Lösungen entwickeln.

Auch ESG bleibt Teil dieser wirtschaftlichen Betrachtung. Die Neuausrichtung der Energieversorgung in Potsdam verbindet planbarere Kosten mit einer messbaren CO₂-Reduktion und liefert zugleich Erkenntnisse für die weitere Steuerung des Portfolios.

Marktbeobachtung, Netzwerk und strategischer Austausch

Auch außerhalb der konkreten Projekte blieb der Austausch mit dem Markt wichtig. Die MIPIM in Cannes zeigte ein weiterhin zurückhaltendes, zugleich aber aktiveres Umfeld. Belastbare Netzwerke und langjährige Beziehungen bleiben insbesondere in anspruchsvollen Marktphasen eine wesentliche Grundlage für neue Ansätze und konkrete Geschäftsmöglichkeiten.

Mit dem zehnten Private Real Estate Dinner setzte das Netzwerk zudem erneut ein Zeichen über das operative Geschäft hinaus: Insgesamt wurden 100.000 Euro für den guten Zweck gesammelt.

Raum für strategische Reflexion boten außerdem die Teamklausur in Heiligendamm und gemeinsame Teamformate. Sie dienten dazu, Prioritäten zu überprüfen und die Ausrichtung für das zweite Halbjahr zu schärfen.

Ausblick auf das zweite Halbjahr 2026

Die Rahmenbedingungen bleiben anspruchsvoll. Gleichzeitig zeigen die Entwicklungen des ersten Halbjahres, dass sich auch in einem zurückhaltenden Immobilienmarkt Transaktionen umsetzen, Bestände stabilisieren und neue Perspektiven entwickeln lassen.

Für das zweite Halbjahr liegt der Fokus weiterhin auf aktivem Asset Management, gezielten Transaktionen und einer vorausschauenden Steuerung des Portfolios.